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Peter Pan (Für immer jung)

Zweifellos ist die Geschichte von Peter Pan, der mit Wendy und ihren Brüdern Nimmerland erkundet, eine der populärsten der Welt. Die Geschichte, die dieser Geschichte vorausging und oft übersehen wird, heißt jedoch Peter Pan in Kensington Gardens. Dieser Roman erzählt die Ursprünge Peter Pans und wurde 1906 veröffentlicht, nur wenige Jahre bevor der Klassiker Peter and Wendy (1911) erschien.

Peter Pan

Darin erklärt J. M. Barry, dass alle Babys, einschließlich Peter Pan, zunächst als Vögel geboren werden. Innerhalb der Woche, die es braucht, um ein menschliches Baby zu werden, versuchen diese Kinder wegzufliegen, zurück zur Vogelinsel in Kensington Gardens. Peter ist das einzige Baby, das tatsächlich zurück in die Gärten fliegt und dort bleibt, nicht ganz ein Mensch und nicht ganz ein Vogel, sondern irgendwo dazwischen. Aus diesem Grund bleibt er für immer sieben Tage alt.

Die drei ??? und das Gespensterschloss / Robert Arthur

Beginnen wir den Spaß doch gleich von vorne. Denn zur Zeit des Erscheinens der drei Detektive war das eine verdammt gute Serie von Robert Arthur. Neben Miss Marple und Sherlock Holmes sicherlich eine Buchreihe, die nicht gerade wenige Leser zum Krimi gebracht haben.

Drei ??? Das Gespensterschloss Kosmos
Kosmos | Cover: Aiga Rasch

Insgesamt gibt es 43 Originalbücher, die von 1964 bis 1987 erschienen sind, bevor die drei Detektive zu einer rein deutschen Angelegenheit wurden. Allerdings hören die guten Abenteuer ab Band 29 auf und tröpfeln nur noch vor sich hin.

Pinocchio - Der hölzerne Junge

Ikonische Filme und Geschichten, die sich tief in die Erzählung der Gesellschaft eingegraben haben, verlieren oft mit der Zeit ihre substanzielle Wirkung. Das trifft vor allem immer dann zu, wenn der Disney-Konzern sich eines eigentlich düsteren Märchens annimmt und dieses in ein zuckriges, ungenießbares Substrat verwandelt. Eines der besten Beispiele ist Dornröschen. Der Film basiert natürlich auf dem Märchen, in dem ein verheirateter König ein schlafendes Mädchen findet, das er nicht aufwecken kann und stattdessen vergewaltigt.

Carlo Collodi - Pinocchio
Carlo Collodi - Pinocchio

Die 1940er Version von Pinocchio ist da keine Ausnahme. Der Film basiert auf einer Geschichte, die 1881 und 1882 von Carlo Collodi als Fortsetzungsgeschichte mit dem Titel Die Abenteuer des Pinocchio in einer Zeitung veröffentlicht wurde. Jiminy Cricket erscheint im Buch als Sprechende Grille und spielt keine so große Rolle.

Er taucht zum ersten Mal in Kapitel 4 auf, in dem die Binsenweisheit veranschaulicht wird, dass Kinder es nicht mögen, wenn ihr Verhalten von Leuten korrigiert wird, die viel mehr wissen als sie selbst. Als die sprechende Grille Pinocchio sagt, er solle wieder nach Hause gehen, springt Pinocchio wütend auf, nimmt den Hammer von der Bank und wirft ihn mit aller Kraft nach der Grille.

Eine Mythologie für England

Es gibt sogar unter den gebildeten Leuten (oder gerade dort) die nie versiegenden Stimmen, die raunen, Tolkien habe sich bei seinem epochemachenden Werk vom zweiten Weltkrieg inspirieren lassen; dann kam John Garth und erklärte in seiner Tolkien-Biographie der Welt, es handle sich um den ersten Weltkrieg, den Tolkien da verarbeite. Tolkien selbst waren diese Verweise schon zu Lebzeiten suspekt, und das zu recht. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Analyse eines Literaturwissenschaftlers mehr über den Analytiker aussagt als über das eigentliche Werk. Das ist das eine. Das andere ist die Tatsache, dass man sich in Mainstream-Kreisen den Erfolg eines Fantasy-Werkes irgendwie erklären muss, um sich ihm bedenkenlos widmen zu können.

Selbstverständlich war Tolkien als Autor von Ideen inspiriert, die aus unserer Welt stammen, aber das ist eine Binsenweisheit, die nirgendwohin führt.

In einem Brief an seinen Freund, den englischen Jesuitenpater Robert Murray beschrieb Tolkien "Der Herr der Ringe" einmal als „ein grundlegend religiöses und katholisches Werk, zunächst unbewusst gestaltet, aber in der Überarbeitungsphase dann bewusst ausgeführt“.

Der Struwwelpeter: Die schwarze Pädagogik

Im 19. Jahrhundert schrieb ein deutscher Psychiater und Schriftsteller ein Kinderbuch, das, würde es heute veröffentlicht, einen unerhörten Skandal hervorrufen würde.

Man schrieb das Jahr 1845, der Autor war Heinrich Hoffmann, und das Buch hieß Der Struwwelpeter. Es ist das verrückteste Buch, das je in Deutschland erschienen ist, in dem jede darin enthaltene Moralgeschichte darauf abzielt, kleine Kinder zu gutem Benehmen zu erziehen.

Heinrich Hoffmann
Heinrich Hoffmann

Während die meisten Eltern das Buch heute als verstörend empfinden würden, liebten die Eltern von 1845 das Buch und fanden es unglaublich lustig. Der Struwwelpeter enthält zehn sehr kurze, aber schonungslose Geschichten. Im Gegensatz zu anderen Gutenachtgeschichten werden hier kleine Kinder für bizarre Fehler und schlechtes Benehmen hart bestraft.

Robert Arthur und Erfindung der drei Detektive

Robert Arthur

Robert Arthur am Radio. Foto
aus dem Archiv von Elizabeth Arthur.

Es dürfte kaum einen Hörer oder Leser geben, dem Die drei ??? kein Begriff sind. Besonders die mittlerweile etwas älteren "Kassettenkinder" bleiben den berühmten Hörspielen von Europa, die seit 1979 produziert werden, bis heute treu. Natürlich ist die Serie nicht ausschließlich hierzulande bekannt, doch es wirkt fast so, als hätte Robert Arthur sie speziell für uns geschaffen, auch wenn er das nie ahnte und es nicht mehr erfahren konnte, da er bereits 1969 verstarb. Zu diesem Zeitpunkt hatte er zehn Bücher der Serie geschrieben, während Dennis Lynds unter dem Pseudonym William Arden 14 Bände beitrug.

Robert Arthurs frühe Arbeit für Pulp-Magazine prägte seinen späteren Schreibstil erheblich. Sie beeinflusste vor allem seine Fähigkeit, packende Krimis mit hohem Tempo und lebendigen Charakteren zu erschaffen. Seine Erfahrungen aus den 1930er- und 1940er-Jahren als Pulp-Autor halfen ihm, Geschichten voller Spannung, Action und schlüssiger Wendungen zu entwickeln, die noch heute begeistern.