Als Darth Vader 1977 in den ursprünglichen Star Wars-Filmen vorgestellt wurde, war er ohne Einschränkungen eine erschreckende Figur. George Lucas gab uns ein Porträt des Bösen in groben, leicht verständlichen Umrissen. Die tiefe, dröhnende Stimme, die schädelartige schwarze Maske und das Cape: Vader war die Art von Charakter, der keine Skrupel hatte, jemandem mit den Händen die Kehle einzudrücken, und das waren nur die ersten 15 Minuten des Films. Er war die Blaupause des Bösen, der sich Luke Skywalker auf seiner Heldenreise stellen musste, so knallhart, dass er anfangs nicht einmal eine große Hintergrundgeschichte benötigte. Als in “Das Imperium schlägt zurück” bekannt wurde, dass er Lukes Vater ist, hatte er die Rebellion bereits physisch und emotional lahmgelegt. Seine Rehabilitation in “Die Rückkehr der Jedi-Ritter” war der reinste Ausdruck der zugrundeliegenden Aussage des Star Wars-Universums, dass letztlich das Gute über das Böse siegen wird.
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| Credit: Gillen Larroca |
Die inkonsequente Darstellung Darth Vaders
Die ganze Charakterisierung wurde durch die Prequel-Trilogie untergraben, die Anakin Skywalker als einen weinerlichen, launischen Jungen darstellte. Jeder Hinweis auf den unheiligen Terror, den Lord Vader symbolisierte, wurde durch eine Kombination aus schlechter Charakterisierung, schlechter Regie und schlechtem Schauspiel rückgängig gemacht.
